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🎯Verkauf & Vertrieb

Vom Erstkontakt zum Abschluss: Der Verkaufsprozess

Ein strukturierter Verkaufsprozess erhöht Ihre Abschlussquote. So führen Sie Kunden systematisch zum Kauf.

Dealer OS Team
2. Februar 20269 Min. Lesezeit

Warum ein strukturierter Prozess?

Erfolgreiche Autohändler verlassen sich nicht auf Glück oder Talent allein. Sie haben einen erprobten Prozess, der Interessenten systematisch zu Käufern macht. Das Ergebnis: höhere Abschlussquoten, weniger verlorene Leads, zufriedenere Kunden.

Die 7 Phasen des Verkaufsprozesses

Phase 1: Lead-Eingang

Ziel: Jede Anfrage erfassen und qualifizieren

Kanäle:

  • Plattformen (AutoScout24, car4you)
  • Website-Formular
  • Telefon
  • E-Mail direkt
  • Laufkundschaft

Sofort erfassen:

  • Name und Kontaktdaten
  • Gewünschtes Fahrzeug
  • Kanal der Anfrage
  • Datum und Uhrzeit

Qualifizierung:

  • Konkrete Kaufabsicht?
  • Budget genannt?
  • Zeitrahmen?
  • Kontaktierbar?

Phase 2: Erste Reaktion

Ziel: Schnell und professionell antworten

Timing: Innerhalb von 15 Minuten (Geschäftszeiten)

Die perfekte Erstantwort:

  1. Bedanken für das Interesse
  2. Die gestellte Frage beantworten
  3. Mehrwert bieten (zusätzliche Info)
  4. Nächsten Schritt vorschlagen
  5. Erreichbarkeit signalisieren

Beispiel:

"Guten Tag Herr Meier,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Audi A4 Avant. Das Fahrzeug ist noch verfügbar und hat tatsächlich das Premium-Paket mit Lederausstattung und Matrix-LED.

Ich habe Ihnen noch drei weitere Fotos vom Innenraum angehängt.

Wann passt es Ihnen für eine Besichtigung und Probefahrt? Ich bin diese Woche flexibel.

Bei Fragen erreichen Sie mich auch gerne telefonisch unter 044 123 45 67.

Freundliche Grüsse"

Phase 3: Bedarfsanalyse

Ziel: Verstehen, was der Kunde wirklich braucht

Offene Fragen stellen:

  • "Wofür werden Sie das Fahrzeug hauptsächlich nutzen?"
  • "Was ist Ihnen bei einem Fahrzeug besonders wichtig?"
  • "Welches Fahrzeug fahren Sie aktuell?"
  • "Was hat Ihnen daran gefallen, was nicht?"
  • "Gibt es einen Zeitrahmen für die Anschaffung?"

Zuhören und Notizen machen:

  • Kernbedürfnisse identifizieren
  • Emotionale Faktoren erkennen
  • Einwände vorwegnehmen

Phase 4: Präsentation und Probefahrt

Vorbereitung:

  • Fahrzeug reinigen
  • Tank gefüllt
  • Dokumente bereit
  • Alternativfahrzeuge identifiziert

Die Präsentation:

  • Am Kundenbedarf orientieren
  • Features zeigen, die für den Kunden relevant sind
  • Nicht alles aufzählen – fokussieren
  • Kunden selbst entdecken lassen

Die Probefahrt:

  • Genug Zeit einplanen (min. 20 Minuten)
  • Verschiedene Strecken (Stadt, Autobahn)
  • Während der Fahrt: zuhören, nicht verkaufen
  • Nach der Fahrt: Eindrücke erfragen

Phase 5: Einwandbehandlung

Häufige Einwände:

"Ich muss noch überlegen"

"Natürlich, das ist eine wichtige Entscheidung. Was genau würden Sie noch abwägen wollen? Vielleicht kann ich Ihnen dabei helfen."

"Das ist mir zu teuer"

"Ich verstehe. Lassen Sie mich zeigen, was Sie für diesen Preis bekommen. Im Vergleich zu [Alternative] ist die Ausstattung hier deutlich umfangreicher."

"Ich habe ein günstigeres Angebot gesehen"

"Interessant. Darf ich fragen, welches Fahrzeug das war? Oft sind die Unterschiede im Detail – Kilometer, Ausstattung, Zustand. Lassen Sie uns vergleichen."

"Ich muss das mit meinem Partner besprechen"

"Selbstverständlich. Soll ich Ihnen die wichtigsten Infos zusammenstellen, die Sie zeigen können? Oder wäre ein gemeinsamer Termin möglich?"

Phase 6: Abschluss

Kaufsignale erkennen:

  • Fragen nach Details (Lieferzeit, Übergabe)
  • Rechnen und kalkulieren
  • "Was wäre der letzte Preis?"
  • Emotionale Aussagen ("Der gefällt mir wirklich")

Zum Abschluss führen:

Alternativ-Frage:

"Soll ich die Finanzierung vorbereiten oder zahlen Sie bar?"

Zusammenfassung:

"Also: Der A4 mit Leder, Navigation, frischer MFK für CHF 32'500 mit 2 Jahren Garantie. Können wir so abschliessen?"

Zeitdruck (nur wenn authentisch):

"Ich habe für dieses Fahrzeug noch eine weitere Besichtigung morgen. Wenn Sie heute zusagen, ist es Ihres."

Phase 7: Nachbetreuung

Bei Abschluss:

  • Professionelle Übergabe
  • Alle Dokumente erklären
  • Erreichbarkeit für Fragen betonen
  • Bewertung erbitten (nach 1-2 Wochen)

Bei Nicht-Abschluss:

  • Freundlich bleiben
  • Erlaubnis für Follow-up holen
  • Im CRM dokumentieren
  • Später nachfassen

Den Prozess dokumentieren

CRM-Nutzung

Für jeden Lead dokumentieren:

  • Alle Kontakte mit Datum
  • Gesprächsnotizen
  • Nächste Schritte
  • Status (Neu, In Bearbeitung, Probefahrt, Angebot, Abschluss, Verloren)

Pipeline-Übersicht

Wissen Sie, wie viele Leads Sie in jeder Phase haben?

PhaseAnzahlWert
Neue Anfragen15-
In Bearbeitung12CHF 280'000
Probefahrt geplant5CHF 135'000
Angebot erstellt3CHF 85'000

Conversion messen

Messen Sie die Konversion zwischen den Phasen:

  • Anfrage → Probefahrt: 30%
  • Probefahrt → Angebot: 60%
  • Angebot → Abschluss: 50%

So identifizieren Sie Schwachstellen.

Team-Aspekte

Übergaben

Wenn mehrere Personen mit einem Kunden arbeiten:

  • Saubere Dokumentation
  • Briefing vor Übernahme
  • Keine Widersprüche

Gemeinsame Standards

  • Einheitliche Antwort-Templates
  • Gleiche Bedarfsfragen
  • Konsistentes Follow-up

Fazit: Prozess schlägt Zufall

Ein strukturierter Verkaufsprozess ist kein Bürokratie-Monster, sondern ein Werkzeug für bessere Ergebnisse. Er gibt Ihnen Kontrolle, Überblick und die Möglichkeit, kontinuierlich besser zu werden.


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