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🤝Kundenbeziehungen

CRM-Systeme für Autohändler: Ein Vergleich

Welches CRM passt zu Ihrer Garage? Wir vergleichen die besten Lösungen für den Schweizer Autohandel.

Dealer OS Team
6. Februar 20269 Min. Lesezeit

Warum ein CRM unverzichtbar ist

Stellen Sie sich vor: Ein Kunde hat vor 6 Monaten nach einem BMW gefragt, aber nicht gekauft. Jetzt haben Sie den perfekten BMW im Bestand. Wissen Sie noch, wer dieser Kunde war? Was er gesucht hat? Warum er damals nicht gekauft hat?

Ein CRM (Customer Relationship Management) speichert all diese Informationen – und macht aus verlorenen Chancen neue Verkäufe.

Was ein gutes Auto-CRM können muss

Basis-Funktionen

Kontaktverwaltung:

  • Alle Kundendaten an einem Ort
  • Schnelle Suche und Filter
  • Verknüpfung mit Fahrzeugen

Aktivitätenhistorie:

  • Anrufe, E-Mails, Besuche dokumentieren
  • Notizen zu Gesprächen
  • Follow-up-Erinnerungen

Aufgabenverwaltung:

  • Wiedervorlage-Termine
  • Zuweisung an Mitarbeiter
  • Deadline-Tracking

Auto-spezifische Funktionen

Fahrzeug-Matching:

  • Kundenwünsche erfassen
  • Bei passendem Neuzugang benachrichtigen
  • Automatischer Abgleich

Lead-Management:

  • Anfragen zentral erfassen
  • Quelle tracken (AutoScout24, Website, etc.)
  • Konvertierungsrate messen

Fahrzeughistorie:

  • Welche Fahrzeuge hat der Kunde angeschaut?
  • Probefahrten dokumentieren
  • Verkaufshistorie

Integrations-Funktionen

  • E-Mail-Integration
  • Telefonie-Anbindung
  • Website-Formulare
  • Inserate-Plattformen

Die wichtigsten Systeme im Überblick

Dealer Management Systeme (DMS) mit CRM

Vorteile:

  • Alles aus einer Hand
  • Fahrzeugverwaltung integriert
  • Oft branchenspezifisch

Nachteile:

  • Oft teuer
  • Komplex
  • Lange Einführungszeit

Beispiele:

  • KSR Automotive (Schweiz)
  • Autodata (international)

Spezialisierte Auto-CRMs

Vorteile:

  • Fokus auf Autohandel
  • Meist günstiger als DMS
  • Schneller Start

Nachteile:

  • Zusätzliche Software nötig
  • Weniger Integration

Allgemeine CRM-Systeme

Vorteile:

  • Flexibel anpassbar
  • Oft günstig (Pipedrive, HubSpot Free)
  • Moderne Oberflächen

Nachteile:

  • Keine Auto-spezifischen Features
  • Einrichtungsaufwand

Beispiele:

  • Pipedrive
  • HubSpot
  • Salesforce

Auswahlkriterien für Ihre Garage

Betriebsgrösse

1-3 Mitarbeiter:

  • Einfaches System reicht
  • Schneller Start wichtiger als Features
  • Budget: CHF 50-150/Monat

4-10 Mitarbeiter:

  • Teamfunktionen nötig
  • Berechtigungen und Zuweisung
  • Budget: CHF 150-400/Monat

10+ Mitarbeiter:

  • Vollständiges DMS sinnvoll
  • Umfassende Auswertungen
  • Budget: CHF 500+/Monat

Ihre wichtigsten Anforderungen

Priorisieren Sie:

  1. Muss: Was geht heute verloren ohne CRM?
  2. Sollte: Was wäre schön, ist aber nicht kritisch?
  3. Kann: Zukunftsmusik, erst später relevant

Typische Prioritäten

PrioritätKleine GarageMittlere Garage
1Kontakte verwaltenLead-Management
2ErinnerungenTeam-Zusammenarbeit
3NotizenAuswertungen

Die Einführung richtig planen

Phase 1: Vorbereitung (1-2 Wochen)

  • Anforderungen definieren
  • Bestehende Daten sichten
  • Testversionen ausprobieren

Phase 2: Datenmigration (1 Woche)

  • Kundendaten importieren
  • Duplikate bereinigen
  • Kategorien festlegen

Phase 3: Einrichtung (1-2 Wochen)

  • System konfigurieren
  • Workflows definieren
  • Integrationen einrichten

Phase 4: Schulung (1 Woche)

  • Alle Mitarbeiter einweisen
  • Dokumentation erstellen
  • Fragen klären

Phase 5: Go-Live und Optimierung (fortlaufend)

  • Echteinsatz starten
  • Feedback sammeln
  • Anpassungen vornehmen

Erfolgsfaktoren

1. Konsequente Nutzung

Ein CRM ist nur so gut wie seine Daten. Wenn nur die Hälfte der Kontakte erfasst wird, verliert es seinen Wert.

Tipp: Machen Sie die CRM-Nutzung zur Pflicht, nicht zur Option.

2. Einfache Prozesse

Niemand füllt gerne 20 Felder aus. Halten Sie die Eingabe minimal:

  • Pflichtfelder: Name, Kontakt, Interesse
  • Optional: Der Rest

3. Regelmässige Pflege

  • Wöchentlich: Aufgaben abarbeiten
  • Monatlich: Veraltete Daten prüfen
  • Quartalsweise: Auswertungen analysieren

4. Mobile Nutzung

Ihr Verkäufer steht mit dem Kunden am Fahrzeug – er muss auch dort Zugriff haben. Achten Sie auf:

  • Mobile App
  • Responsive Weboberfläche
  • Offline-Fähigkeit (Bonus)

Kosten-Nutzen-Analyse

Kosten

  • Software: CHF 50-500/Monat
  • Einrichtung: 20-40 Arbeitsstunden
  • Schulung: 4-8 Stunden pro Mitarbeiter
  • Laufende Pflege: 1-2 Stunden/Woche

Nutzen

  • Keine verlorenen Leads: Jede Anfrage wird verfolgt
  • Bessere Konversion: Strukturierte Follow-ups
  • Höhere Kundenzufriedenheit: Sie erinnern sich an den Kunden
  • Mehr Wiederholungskäufe: Systematische Nachbetreuung

ROI-Beispiel

Ein zusätzlicher Verkauf pro Monat durch besseres Lead-Management rechtfertigt schnell ein CRM mit CHF 200/Monat Kosten.

Migration von Bestandsdaten

Was übernehmen?

Unbedingt:

  • Aktive Kundenkontakte der letzten 2 Jahre
  • Offene Anfragen
  • Wiederkehrende Kunden

Optional:

  • Ältere Kontakte
  • Einmalige Anfragen
  • Unvollständige Datensätze

Datenqualität vor Quantität

Lieber 500 saubere Kontakte als 2'000 mit fehlenden oder falschen Daten.

Bereinigung vor Import

  • Duplikate entfernen
  • Fehlende Informationen ergänzen wo möglich
  • Kategorisieren (Interessent, Käufer, etc.)

Fazit: CRM als Wettbewerbsvorteil

Im Autohandel geht es um Beziehungen. Wer seine Kunden kennt, ihre Wünsche versteht und zum richtigen Zeitpunkt nachfasst, verkauft mehr. Ein CRM ist dafür das Werkzeug – kein Nice-to-have, sondern ein Must-have.


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